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... die Spitze von der Burg...
Vereinsgeschichte
Der Fußballverein Neuburg wurde im März 1923 von den späteren Mitgliedern Robert Distler, Karl Gutbrod,
August Hüll, Josef Hutzel, Guido Newill, Karl Rothaas, Gustav Schloss und Albert Vollmer gegründet.
Gründungs- und Vereinslokal war das "Gasthaus zur Sonne".
Neuburg als Turner-Hochburg stand dem neuen Sport "Fußball" ablehnend und skeptisch gegenüber. Weil
diese Fußballer auch alle sehr jung waren, wurde der neue Verein auch von den Älteren als
"Lausbuben Verein" bezeichnet. Problematisch war es für die Aktivität, genügend Spieler zu finden,
denn fast alle jungen Männer arbeiten bei der Rheinschifffahrt und waren oft nicht anwesend.
Erster Sportplatz waren die Trillerwiesen neben dem Weg zur Rheinfähre. Das Gelände wurde von der
Gemeinde zur Verfügung gestellt. Mit Beginn des Spielbetriebes im Jahre 1924/25 begann die erste
Verbandsrunde in der der Kreisklasse Germersheim. Die Mannschaft wurde von Karl Berger trainiert und
durch einigen auswärtigen Spielern, z.B. Adolf Fuchs und Johannes Rupertus verstärkt. Im folgendem Jahr
wurde der Aufstieg in die nächsten höhere Spielklasse nur knapp verfehlt, aber bedingt durch diese
Konsolidierung des Vereins, wurde man Mitglied des Fußballverbandes.
1926 machte die Mannschaft das erste mal von sich reden, als sie bei einem Turnier in Hagenbach de
haushohen Favoriten VFB Knielingen sensationell mit 6:0 Toren abservierte. Bis zum Jahre 1929 hatte
der Verein immer wieder mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, die dann in einer Vereinskrise
endete. Weil der damalige Vorstand nach 6-jähriger Amtszeit sein Amt niederlegte und kein Nachfolger
gefunden wurde, mußte für ca 1 1/2 Jahre der Spielbetrieb ruhen. Erst als Karl Zoller 1932 wieder ein
Vorstand gefunden wurde, konnte die Vereinskrise überwunden werden. Dieser neue Anfang führte dazu,
daß wieder neue Mitglieder aufgenommen wurden und das neben den beiden nun auch mit der Jugendarbeit
begonnen werden konnte. Die 1.Mannschaft konnte durch einige auswärtige Spieler (Berthold Rimmelsbach,
Alfred Schlegel, Ernst Zapf) wesentlich verstärkt werden. Das Ansehen das Fußballvereins verbesserte
sich zusehens und die alten Vorurteile wurden mehr und mehr abgebaut.
Im Jahr 1932 wurde in Zusammenarbeit mit dem Turnverein ein neuer Sportplatz in den Wörthestücken
ngelegt. Diese wurde durch freiwilligen Arbeitseinsatz, in einer Zeit die von Arbeitslosigkeit und
wirtschaftlichen Niedergang geprägt war, auf den Weg gebracht. Die 1. Manschaft spielte in dieser Zeit
stets eine gute Rolle, ohne jedoch in eine höhere Spielklasse aufzusteigen. Kurz vor Kriegsbeginn wurde
1938 in Schaidt der Aufstieg durch eine 2:1 Niederlage verpaßt.
Ind der Kriegszeit 1939-1945 ruhte die Vereinstätigkeit und der Spielbetrieb der Aktivitäten ganz
und nur die Jugendmannschaften spielten fast regelmäßig. Hier sei zu Erwähnen, daß es 1942 ein Spiel
um die Pfalzmeisterschaft gab, daß gegen Iggelheim in Schifferstadt 2:1 verloren ging. An diesem Erfolg
hatte der damalige Jugendleiter Josef Hutzel großen Anteil. Man sah, das Neuburg ein ausgezeichnetes
Potential an jungen guten Fußballern besaß. Dies alles stimmte hoffnungsvoll.
Trotz aller Schwierigkeiten und Opfer die der Krieg mit sich brachte, wurde am 01.Oktober.1945 auf
Initiative von Albert Gutbrod und Guido Newill der Verein wieder ins Leben gerufen.
Neuburg begann seine Spiele in der untersten Spielklasse. Doch schon bald zeigte sich, dass die
Mannschaft ihren Gegnern in allen Belangen überlegen war. Es kam zu hohen Spielergebnissen, wie
z.B. Nbg – Rheinzabern 12:0 oder Nbg – Knittelsheim 11:1 usw.
So war es normal, dass der FVN im Jahr 1947 den Aufstieg in die Bezirklasse (A-Klasse) erreichte. Diese
Euphorie wurde mit einem großen Fest gebührend gefeiert.
Zum Beginn der 50er Jahre hat sich der FVN eine gesellschaftliche führende Position im Dorfleben
erworben und unterstrich diese Leistung auch im sportlichen Bereich. Zum weiteren Aufstieg langte es
nicht, aber ein Tabellenplatz unter den ersten 5 Mannschaften war normal. Als dann nach und nach die
älteren Spieler um Herbert Zoller aufhörten, ließ die Leistung der gesamten Mannschaft erheblich nach
Im Spieljahr 55/56 war der Leistungsabfall so groß, dass der FVN längere Zeit auf einem Abstiegsplatz
verweilte. Die alten Spieler wurden noch einmal aktiv und so konnten einige spektakuläre Siege, wie z.B.
9:1 gegen Wörth, 9:0 gegen Hagenbach eingefahren werden und so ein neuer Aufschwung erzielt werden.
1960 wurde das Clubhaus am Sportplatz Wörthestücke fertiggestellt und eingeweiht. In dieser Zeit kam
es zu erheblichen Schwierigkeiten im Verein, bedingt durch häufige Führungswechsel der Vorstände. Diese
Tatsache übertrug sich auch auf den Spielbetrieb, der auch nur noch durchschnittliche Leistung
absolvierte. 1966 wurde in der Generalversammlung beschlossen, dass der Sportplatz neu angelegt werden
soll. Aus finanziellen und anderen Gründen übertrug man diesen Vorhaben an die Gemeinde. Für die Dauer
des Umbaues wurde ein Ausweichplatz im Mittelgrund hergerichtet, den die Gemeinde zur Verfügung gestellt
hat. 1968 wurde auch ein kleines Bauvorhaben in Form eines Geräte- und Umkleideraums, im Mittelgrund auf
den Weg gebracht.
Die äußeren Umstände waren in dieser Saison nicht gut, weil immer weniger Zuschauer den Weg zu dem
abgelegenen Sportplatz fanden. Somit verschlechterten sich auch die finanziellen Möglichkeiten des
Vereins. Im Jahr 1971 wurde dem FVN von der Kommune unter Führung von Bürgermeister Vollmer der neue
Sportplatz übergeben. Der FVN hatte in dieser Zeit eine positive Vereinsentwicklung. Die Anzahl stieg
auf ca. 230 Mitglieder an.
Die sportliche Situation verschlechterte sich aber zusehends und so musste man 1972 ein
Entscheidungsspiel gegen Oberhausen-Barbelroth um den Klassenerhalt bestreiten. Das Spiel fand auf
neutralen Platz in Kandel statt und wurde mit 2:0 gewonnen. Der FVN feierte diesen Sieg und das Fest
der 25jährigen Zugehörigkeit zur A-Klasse entsprechen.
Im 50. Jubiläumsjahr 1973 bestand der Verein aus 2 aktiven Mannschaften, 1 AH Mannschaft und 3
Jugendmannschaften. Die Profimannschaft von Racing Straßbourg spielte gegen ein Kreisauswahl aus
Germersheim an unserem Jubiläumsfest.
In den Folgejahren ging aus rauf und runter und im Spieljahr 76/77 erreichen wir den Titel eines
inoffiziellen Herbstmeisters. Zum Ende der Saison belegten wir den 5. Tabellenplatz und feierten 30
Jahre A-Klasse. Jetzt wurden die ersten Überlegungen für ein neues Clubhaus angestellt. Der Standort
wurde lange diskutiert, weil sich der Sportplatz als Fehlinvestition entwickelte und man ein geeignetes
Gelände suchte. Überlegungen der Gemeinde machten alles suchen ein Ende, man plante das Gebiet "Derrück"
als Sportgebiet.
Im Spieljahr 79/80 mußte der FVN die bittere Pille des Abstieges schlucken, weil es einfach an
entsprechenden Nachwuchs für die Aktivität fehlte. Es musste ein neuer Anfang in der Kreisliga
(B-Klasse) gemacht werden. Der Wiederaufstieg dauerte länger als man erwartet hatte. Man legte seitens
des Vereins wieder mehr Gewichtung auf die Jugendarbeit. Dies war sicherlich die richtige Entscheidung,
denn im 60ten Jubiläumsjahr 1983, nach einer Serie von 24 Spielen ohne Niederlage war es endlich soweit,
der Wiederaufstieg war perfekt. Gleichzeitig liefen die Planungen für ein neues Clubhaus (federführend
war Kurt Pfirmann) auf vollen Touren. Der Aufenthalt in der A-Klasse war kurz, denn im Jahr 1984 hieß
es erneut Abstieg in die B-Klasse. Diese bittere Pille wurde nur durch die guten Leistungen im
Jugendbereich etwas versüßt. Im Mai 1986 war es dann endlich so weit, die neue großzügige Sportanlage
(Rasenplatz, Hartplatz) und das neue Clubhaus wurden eingeweiht. Der FVN bekam die Anlage übertragen.
Das alte Clubhaus in den Wörthestücken wurde der Gemeinde übergeben, die es dann einem anderen Zweck
zugeführt hat.
1989 gelang der Wiederaufstieg in die A-Klasse unter dem Trainer Kiefer. Danach gab es eine stetige
sportliche Aufwärtsentwicklung, die uns immer einen der vorderen Plätze in der Abschlusstabelle beschert.
Das Spieljahr 93/94 war sportlicher Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des FVN, denn die Mannschaft wurde
Meister in der A-Klasse und das Bedeutete der Aufstieg in die Bezirksliga Vorderpfalz. Verantwortlicher
Trainer, dem dieser Clou gelang, war Rudolf Pfirmann. Ab Spieljahr 94/95 bis zum heutigen Jahr spielt
der FVN in der Bezirksliga. Im Jahre 1998 feierte man das 75 jährige Vereinsjubiläum mit einem Empfang
in der Schulturnhalle.

